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Vision 12: 5. Ukraine

UKRAINE

Monatik 

"Love It Ритм"

 

Aus der ukrainischen Musik- und Entertainmentindustrie ist er nicht mehr wegzudenken: 

Der nur 1,64 Meter große Dmytro Monatyk, professionell als MONATIK bekannt, ist nicht nur ein ukrainischer Sänger, sondern auch Songwriter, Tänzer und Komponist.

 

Von 2000 bis 2006 war er Mitglied der Lutsk Breakdance Group 'DBS Crew', die zur besten 'B-Boy'-Gruppe in der Westukraine wurde.

2008 wurde er Finalist beim Vorsprechen für die Show "Star Academy", wurde jedoch nicht Teil des Projekts. Im selben Jahr bat ihn aber die Sängerin Natalia Mohylevska Dmytro, am Ballett während ihres Konzertprogramms 'Real O' zu arbeiten. Dies wurde zu einem wahren Wendepunkt für ihn, er stimmte zu und zog nach Kiew. Im gleichen Jahr stellte er seine erste Funk- und Soulgruppe "Monatique" zusammen

 

Im Sommer 2011 erschien seine erste Single "ТайУлетаю", 2012 schreib er das Lied "40 градусов" für Svetlana Loboda. Im November 2012 trat Monatik in der ukrainischen Fernsehserie X-Factor auf. Nachdem er 2012 3 Tracks veröffentlicht hatte ("Воздух", "ТерроризирУ. Е.т" und "Важно") tourte er mit einigen Tänzern durch die Ukraine, Weißrussland und Russland. 2013 folgten weitere Singles, 2014 sein Debutalbum "Саундтрек сегодняшнЕГО дня (С. С. Д.)". Im August 2014 veröffentlichte er das Lied "Може, вже досить" (Englisch: Vielleicht reicht das), dessen Hauptbotschaft die Beendigung des Krieges gegen Donbass zwischen der Ukraine und Russland war. Weitere Singles folgten, bis im Mai 2016 sein zweites Album «Звучит» erschien. Im Februar 2017 wurde bekannt, dass Monatik in Moskau auftreten sollte. Diese Veranstaltung wurde jedoch später aus politischen Gründen abgesagt.

 

 

 

 

Wenn euch diese ukrainische Mischung aus Mark Forster und DJ Bobo nun doch irgendwie bekannt vor kommt, kann ich Euch beruhigen: 2017 trat Monatik während der Eröffnung des ersten Halbfinales des Eurovision Song Contest 2017 in Kiew auf, wo er sein Lied "Spinning" sang.

 

Im Frühjahr 2017 wurde er Teil der Jury beim Ukrainian "Dancing With The Stars, Staffel 2", im selben Jahr nahm er als Coach an der vierten Staffel der ukrainischen "The Voice Kids" teil, die er mit seinem Schützling Danelia Tyleshova auch gewann.

 


Seine Show «Vitamin D», deren Präsentation im Oktober 2017 im Kiewer Sportpalast stattfand, wurde mit dem Musikpreis YUNA und dem Fernsehpreis «TeleTriumph» als «Beste Konzertshow» ausgezeichnet.

 

Mit seiner neuen Show „Love It Rhythm“ kommt er übrigens auch nach Deutschland:

2.10. Leipzig, 7.10. München, 9.10. Düsseldorf, 10.10. Frankfurt, 12.10. Berlin und 13.10 Hamburg.

Das aufwendige Musikvideo zu "Love It Ритм"

Die neuste Single "Love It Ритм", die vor 3 Monaten veröffentlicht wurde, erreichte über YouTube schon über 15 Millionen Aufrufe. 

 

Das aufwendig produzierte Video spielt anfangs auf einer Theaterbühne, diverse Tänzer und "Actors", die sympathischerweise übrigens alle in der Videobeschreibung aufgeführt werden, transportieren die lockere Stimmung des Liedes wieder. Es geht darum den Beat zu finden - und das tun alle Tänzer auf ganz unterschiedliche weise.


Monatik beim ESC?

Liveauftritt in einer großen ukrainischen Fernsehshow.

Wir können uns eigentlich ganz gut vorstellen, dass Monatik irgendwann mal die Ukraine beim Eurovision Song Contest vertreten wird.

 

Er hat schon oft bewiesen das er ein Showmensch ist, hatte erste Berührungen mit dem Wettbewerb und könnte in den kommenden Jahren den europaweiten Erfolg und diese Aufmerksamkeit suchen.

 

Zudem finden sich im ukrainischen Vorentscheid immer wieder heimisch bekannte Musiker, so dass der bisher praktizierte Vorentscheid auch keine Hürde darstellen sollte.


Die Ukraine beim ESC

Erst seit 2003 dabei und schon 2 Siege (2004 mit Ruslana, 2016 mit Jamala): Die Ukraine hat eine recht turbulente Zeit beim Eurovision Song Contest mitgemacht.

 

Schon bei der 2. Teilnahme der Ukraine in der Türkei entfachte die intern ausgewählte Ruslana ihre wilden Tänze mit so viel Energie, dass ihr der 1. Platz von niemandem mehr streitig gemacht werden konnte. Das Land platzte vor Stolz, Ruslana wurde zur Nationalheldin, die sogar später noch in die Politik einstieg. Die folgenden Platzierungen glichen einer Achterbahn, wobei 2007 und 2008 jeweils ein 2. Platz erreicht werden konnte (2007 unvergessen bis heute: Verka Seduchkas Hit "Dancing Lasha Tumbai").

 

Nachdem die Ukraine 2015 auf die Teilnahme verzichtete, gewann die stimmstarke Sängerin Jamala mit dem Lied "1944" die ukrainische Vorentscheidung. Sofort wurde europaweit diskutiert, wie politisch dieses Lied ist. Der Titel 1944 bezieht sich auf das Jahr, in dem der sowjetische Diktator Josef Stalin nach der Rückeroberung der Krim von der deutschen Wehrmacht die Krimtataren nach Zentralasien deportieren ließ, weil er sie der Kollaboration mit dem Deutschen Reich bezichtigte. Da das Lied aber die Sichtweise ihrer Großeltern einnimmt und so die russische Politik nicht direkt angriff, entschied die EBU das Lied beim ESC zuzulassen. Jamala gewann, vor Australien und dem russischen Star Sergey Lazarev, der eine spektakuläre Show, aber ein vielleicht etwas zu schwaches Lied bot. Der Sieg heizte jedoch die Stimmung weiter auf. Als im Folgejahr Russland die behinderte Sängerin Julija Samoilowa als russische Teilnehmerin auswählte und damit (bewusst oder unbewusst) gegen ukrainisches Recht verstoß, da diese 2015 auf die Krim über russischen Boden einreiste, durfte Sie nicht für den Wettbewerb einreisen. Einen solchen Skandal bis in hohe politische Ämter hatte es beim ESC zuvor nicht gegeben... Die EBU versuchte eine Lösung zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln, aber am 13. April gab Russland bekannt, die Teilnahme wegen des Einreiseverbotes zurückzuziehen, da sich die Ukraine weigerte eine Ausnahme zu machen.

 

Leider folgte dann auch schon in diesem Jahr der nächste Skandal: Die Siegerin des Vorentscheids war die auch in Russland sehr erfolgreiche MARUV mit dem Lied "Siren Song" und hätte demnach die Ukraine in Tel Aviv vertreten. Nach dem Sieg folgten jedoch vertraglich bedingte Komplikationen mit dem ukrainischen Sender UA:PBC (Auftrittsverbote in Russland, kein Mitsprecherecht beim Auftritt und mehr). MARUV zog sich von der Teilnahme zurück, woraufhin der Sender Nachverhandlungen mit anderen Teilnehmern des Vorentscheids ankündigte. Als die dann aber auch geschlossen ablehnten, zog der Sender sich vom Wettbewerb zurück...

Unsere Tipps, Hinweise und Hoffnungen für den ESC

Die in Dresden geborene Kristina Bardash macht seit 2015 unter dem Namen Luna (ЛУНА) waschechten Synthie-Indiepop. Kritiker loben besonders die Kombination aus elektronischer Musik und melancholischer Stimmung und die Hinweise auf die Popkultur der 90er Jahre.

Sex sells: Switlana Loboda macht seit 2004 Musik, erreichte 2009 große Aufmerksamkeit, als sie die Ukraine beim ESC vertrat. Sie erreichte trotz großer Show zwar nur den 12. Platz, ist seitdem aber ein gefeierter Star - auch in Russland. Ein offenes Geheimnis ist weiterhin, ob Sie mit Till Lindemann von Rammstein zusammen ist und eine Tochter hat...

Kazka ist eine ukrainische Band, die Pop mit Elementen des Elektro-Folks macht. Ihr Hit "Plakala" (Original: ПЛАКАЛА) wurde bis heute über 250 Millionen Mal geklickt und hielt sich monatelang auf Platz 1 in der Ukraine. Beim diesjährigen ukrainischen Vorentscheid wurden Sie allerdings ausgebuht und erreichten nur den 3. Platz...


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