· 

SCHWEIZ hat gewählt

Die SCHWEIZ gehört zu den Ländern, die es in den letzten Jahren besonders schwer hatten das Finale beim Eurovision Song Contest zu erreichen. In lediglich 4 malen der letzten 15 ESC-Teilnahmen erreichte das kleine Land überhaupt das Finale, das letzte mal schaffte es SEBalter 2014. Die einzige Platzierung unter den besten 10 stammt noch aus dem Jahr 2005, als mit der Gruppe Vanille Ninja ein 8. Platz erreicht werden konnte. Und so langsam scheint der ausrichtende Fernsehsender unter Druck zu geraten, weshalb man sich dieses Jahr Inspiration gerade beim deutschen Vorentscheid holte. 

 

In diesem Jahr entschied ausschließlich eine internationale Jury von 20 Personen und ein 100-köpfiges ESC-Panel über den schweizer Beitrag. Es gab keine Möglichkeit für den Schweizer an sich geben, da es in diesem Jahr keine Liveshow gegeben hat.

Rasch wurde aber bekannt, das SEBalter die Schweiz erneut repräsentieren möchte. Und er ist damit nicht der Einzige, der in einer Vorselektion von RSI teilnahm. Neben ihm standen Künstler mit weiteren 12 Titel am Start. Darunter auch Iris Moné und Matteo Rossi, jetzt als TH3O. Durch diese Pre-Selektion gab es Wildcards zu vergeben. Diese maximal neun Wildcards wurden in der zweiten Runde ebenfalls vom Zuschauerpanel und der Fachjury bewertet. Ob Sie am Ende noch dabei waren oder an welchem Punkt sie ausschieden wurde nicht bekannt. Man erfuhr lediglich vorab gemäss einem Zitat von Typh Barrow aus der Fachjury, das ein Song besonders herausragend gewesen sein soll.

 

Interessanter Sidekick:

Das Lied "Sister", dass nun für uns an den Start gehen wird, stammt aus der schweizer Vorauswahl. Die wollten es nicht - der NDR griff zu und schien alles dranzusetzen ihn zum Erfolg zu führen. Ob das jetzt für den NDR spricht sich diese musikalische Perle zu greifen? Immerhin flog auch ein "Nobody but you" aus der internen Auswahl der Schweiz, mit dem Cesar Sampson dann aber einen grandiosen 3. Platz im letzten Jahr beim ESC erreichte. Oder spricht es eher dafür, dass das Lied der Schweiz hochwertiger ist?

 

Das kann jeder für sich selbst beantworten, denn heute um 17 Uhr wird der Beitrag der Schweiz veröffentlicht:

 

Musikvideo von "She got me"


Lange war es schon ein Gerücht, nun ist es offiziell: Luca Hänni vertritt die Schweiz beim ESC in Tel Aviv.

Luca Hänni ist in Bern geboren. Bekannt wurde er, als er 2012 die neunte Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) gewann. Seine erste Single „Don’t Think About Me“ und das Album „My Name Is Luca“ waren in Deutschland, Österreich und vor allem in der Schweiz erfolgreich. Nach einigen Jahren semi-erfolgreicher Musik, schien er sich nun mit deutschsprachigem Text eher einem Schlagerpublikum zuzuwenden - mit "She got me" geht er allerdings von diesem Weg wieder weg. Irgendwo reiht sich der recht modern produzierte Titel zwischen "Fuego" und dem Welthit "Despacito" ein. Dem eingefleischten Fan scheint es zu gefallen - und Luca wird sicher weiterhin bei jeder Gelegenheit seinen gestählten Körper in jede mögliche Kamera halten.

 

Mitgeschrieben wurde auch dieser Song übrigens von Laurell Barker. Immer wieder taucht die gewiefte Songwriterin aus Kanada auf – auch im Kontext mit der Schweiz. Sie hat bereits den letztjährigen Schweizer Beitrag "Stones" von ZIBBZ mitkomponiert. Und ist dieses Jahr auch als Songwriterin des Songs "Bigger Than Us" und "Sister" bereits in Tel Aviv am Start. Nun also hat sie noch einen dritten Titel im Wettbewerb - das dürfte spannend sein, da eine Songwriterin normalerweise Teil einer Eurovision-Delegation ist.

 

 

Wie gefällt dir "She got me"?