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SCHWEDEN - Andra Chansen und Finale

Die Mutter der modernen Vorentscheide geht auf die Zielgraden: das Melodifestivalen richtet das Andra Chansen und das Finale aus!

Ob man es nun mag oder nicht - aber ein ganz besonderer Augenmerk wird auf die schwedische Vorauswahl gelegt. Nicht nur das die Schweden verrückt nach ihrer Show sind und wochenlang das Thema Melodifestivalen die heimischen Medien beherrschen, auch nahezu alle Titel entern im Nachgang der Show die schwedischen Charts - und die Gewinner werden zu kleinen Helden.

 

Letztes Jahr zeigten sich aber doch ein paar Ermüdungen: Es hagelte Kritik über die Show und die Qualität vieler Beiträge. Das der Gewinner Benjamin Ingrosso beim Contest in Lissabon dann von den Zuschauern abgestraft wurde, half bei den Diskussionen auch nicht wirklich.

Auch das Wertungssystem im Melodifestivalen-Finale offenbarte Schwächen, da hier durch die Art des Zuschauervotings (Stichwort "App") unterm Strich die Macht der Zuschauer kleiner wurde als das Gewicht der Jurypunkte. 

Nach der Kritik wurde für dieses Jahr dann auch an kleinen Schräubchen im Voting gedreht - so ist das Voting über die App zwar weiterhin möglich, die eingehenden Stimmen werden aber in Altersgruppen unterteilt und sollen so wieder eine andere Gewichtung erhalten. 

Man darf gespannt sein, auch ob dieses neu ausgerichtete Votingsystem auch bald beim ESC angewendet wird, Der Kopf des ganzen Christer Björkman hat da ja einen sehr kurzen Draht zu Jan Ole Sand...


Finale

Das Finale vom Melodifestivalen findet am 9. März statt.

Die Startreihenfolge wurde noch während der Sendung "Andra Chansen" bekanntgegeben:  

 

1. Jon Henrik Fjällgren

"Norrsken" 


2. Lisa Ajax

"Torn"


3. Mohombi

"Hello"


4. Lina Hedlund

"Victorious"


5. Bishara

"On my own"


6. Anna Bergendahl

"Ashes to Ashes"


7. Nano

"Chasing Rivers"


8. Hannah Ferm & LIAMOO

"Hold you"


9. Malou Prytz

"I do me"


10. John Lundvik

"Too late for love"


11. Wiktoria

"Not with me"


12. Arvingarna

"I do"



Andra Chansen

 

Im ANDRA CHANSEN trafen alle Dritt- und Viertplatzierten in Duellen aufeinander um so noch eine Chance auf die letzten Finalplätze zu ergattern: 

Duell 1

Andreas Johnson

"Army of Love"

2. Anna Bergendahl

"Ashes to Ashes"

Im ersten Duell treffen Andreas Johnson und Anna Bergendahl auf einander.

Andreas Johnson hatte Ende der 90er einen risen Hit "Glorious" und versucht es nun nach 2006, 2007, 2008, 2010 nun zum fünften mal Schweden beim ESC zu vertreten. Anna Bergendahl hat dies schonmal geschafft, muss allerdings seitdem damit leben, als einzige Schwedin ein ESC-Halbfinale nicht überstanden zu haben.

 

Gewonnen hat wie es zu erwarten war Anna Bergendahl.


Duell 2

Vlad Reiser

"Nakna i regnet"

Nano

"Chasing Rivers"

Im zweiten Duell gibt es ein Wiedersehen von Vlad Reiser und Nano - Teenieschwarm gegen die verdiente 2. Chance.

Nano, den man auf dem Blatt sicher als Favoriten sehen kann, versucht es in diesem Jahr zum zweiten mal, nachdem ihm mit seinem Hit "Hold on" 2017 so knapp der Sieg von den Jurys verwehrt wurde.

Er bleibt sich mit "Chasing Rivers" musikalisch treu, was ihm gegen den Teenieschwarm Vlad Reiser, der immerhin schon fast doppelt so viele Aufrufe auf Youtube verzeichnen kann, aber auch zum Verhängnis werden kann.

 

Gewonnen hat Nano


Duell 3

Martin Stenmark

"Låt skiten brinna"

Lisa Ajax

"Torn"

Auch im dritten Duell finden wir altbekannte: Martin Stenmarck, dessen "Las Vegas" 2005 in Kiew nicht so richtig zünden wollte und er sich damals mit einem 19. Platz zufrieden geben musste trifft auf Lisa Ajax, die 2016 mit "My heart wants me dead" immerhin schon im schwedischen Finale war.

 

Trotz seiner Fanbase musste Martin seinen Finalplatz Lisa Ajax überlassen.


Duell 4

 Rebecka Karlsson

"Who i am"

Arvingarna

"I do"

Der "ehemalige" Kinderstar Rebecka Karlsson, trifft auf die 1989 gegründete Partyband Arvingarna, die mit "Eloise" 1993 für Schweden einen 7. Platz beim ESC erreichen konnte.

 

Leider ist Rebeckas "Who i am" eher eine auswechselbare Popballade von der Stange, so dass es tatsächlich sein kann, das die Alpopper ihren Schwedenschlager auch im Finale singen könnten.

 

Und so kam es auch: Arvingarna erhalten den letzten Finalplatz.