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SCHWEDEN hat gewählt

Das musikverrückte SCHWEDEN nimmt seit 1958 am Eurovision Song Contest teil - mit nur insgesamt 3 Jahren, in denen es nicht teilnahm, konnte es schon sechs mal gewinnen - im Schnitt also alle 10 Jahre. 

1974 erreichte es zum ersten mal den obersten Podiumsplatz mit der Kultband ABBA ("Waterloo"), 1984 folgten die Herreys ("Diggi-loo diggi-ley"), 1991 Carola's "Fångad av en stormvind", 1999 Charlotte Nilsen ("Take me to your heaven"), 2012 Loreen's "Euphoria" und 2015 Måns Zelmerlöw mit seinen Strichmännchen zu "Heroes".

 

Nicht nur, dass sich Schweden immer mehr zum Exportland des Pops mauserte, auch das seit 1959 (!) stattfindende Melodifestivalen ist schon lange Zeit ein fester Bestandteil der schwedischen Musikszene und versammelt regelmäßig fast alles was Rang und Namen hat in der schwedischen Musikszene. Nicht nur das die Schweden verrückt nach ihrer Show sind und wochenlang das Thema Melodifestivalen die heimischen Medien beherrschen, auch nahezu alle Beiträge entern im Nachgang der Show die schwedischen Charts - und nicht nur die Gewinner werden zu kleinen und großen Helden.

 

Letztes Jahr zeigten sich aber doch ein paar Ermüdungen: Es hagelte Kritik über die meist sehr humorige Show und die Qualität vieler Beiträge. 

Auch das aktuelle Wertungssystem im Melodifestivalen-Finale offenbarte Schwächen, da hier durch die Art des Zuschauervotings (Stichwort "App") unterm Strich die Macht der Zuschauer kleiner wurde als das Gewicht der Jurypunkte. Nach der Kritik wurde für dieses Jahr beim Voting auch an einigen Schräubchen - so ist das Voting über die App zwar weiterhin möglich, die eingehenden Stimmen werden aber in Altersgruppen unterteilt und sollen so wieder eine andere Gewichtung erhalten. Zusätzlich reaktivierte man Edward af Sillén, der unter anderem für den Eurovision Song Contest 2013 und 2016 verantwortlich war. Ebenfalls war er an der Produktion des Melodifestivalens zwischen 2009 und 2016 beteiligt.

Liveauftritt im Finale vom Melodifestivalen

Studioversion von "Too late for love"


Im diesjährigen Melodifestivalen trafen wieder einige Wiederholungstäter auf Neulinge. 

Besonders erwähnenswert ist hier sicher Anna Bergendahl, die 2010 für Schweden beim Song Contest startete und dort unglücklich schon im Halbfinale ausschied (die bisher einzige jemals). Auch Martin Stenmark, der 2005 nach seinem 19. Platz in Kiew nicht besonders wohlwollend behandelt wurde, versuchte es ebenso wie Arvingarna, die 1993 immerhin einen 7. Platz erreichten und seitdem eine feste Größe im Schwedenschlager sind. Neben ehemaligen ESC-Teilnehmern, versuchten es aber auch erneut wieder viele Musikerinnen, die in der Vergangenheit schon beim Melodifestivalen auftraten (z.B. Nano, Liamoo, Dolly Style, Margaret, Wiktoria, Andreas Johnson, Jon Henrik Fjällgren, Lisa Ajax, Lina Hedlund (ein Teil von Alcazar), und mehr).

 

Auch der ehemalige Sprinter John Lundvik nahm schon im letzten Jahr teil und belegte dort mit der Ballade "My Turn" einen tollen 3. Platz. Dieses Jahr startete er mit seinem Beitrag "Too late for love", wohl am besten zu beschreiben als Soul-Pop, dass gerade im Refrain an Fahrt aufnimmt und so eindrucksvoll für Stimmung sorgt. Der von einem 5-köpfigen Chor begleitete Refrain frisst sich dabei so sehr ins Gehirn, dass er schon weit im Vorfeld als der große Favorit galt.

 

So überzeugte der 36-jährige komplett alle Jurymitglieder, die dafür die Höchstpunkte verteilten ebenso wie das Publikum, die ihn ebenfalls auf den 1. Rang setzten. 

 

Interessanter Sidekick:

John startet nicht nur mit seinem "Too late for love" beim diesjährigen Song Contest - auch der Beitrag aus United Kingdom trägt seine musikalische Handschrift - so hat er die Powerballde "Bigger than us" mitgeschrieben!

    

 

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Platz 16 - 20
Platz 21 - 26
kommt nicht ins Finale