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Ein zweiter Blick auf die Quoten

Die Meute macht sich so langsam auf nach Tel Aviv, alle Fanevents sind erfolgreich über die Bühne gegangen.

Bei dem ein oder anderem sind kleine Informationen zum Staging durchgesickert, der ein oder andere hat im letzten Monat noch ein offizielles Musikvideo veröffentlicht.

 

Kurz vor dem Beginn der Proben lohnt also ein weiterer Blick auf die derzeitigen Wettquoten - was hat sich im letzten ereignisreichen Monat getan? 

 

Die Top 5

Vorn in den Quoten auf Sieg steht seit dem 9. März weiterhin die Niederlande und konnte den Vorsprung sogar noch ausbauen (Winningchance von 24% auf 26%, zeitweise sogar bei 27%).

Sicher profitiert Duncan von seinen guten Auftritten bei verschiedenen Fanevents, aber auch davon, dass einer der Verfolger den Live-Erwartungen nicht ganz standhalten konnte.

 

Als härtester Verfolger hat sich mittlerweile wieder Russland etabliert. Die Erwartungen an ein großartiges Staging in Verbindung mit dem Gefühl, das musicalartige "Stream" wird diesmal auch musikalisch die Jurys ansprechen, bringen Sergey langsam wieder weiter nach vorn. Mittlerweile liegt seine Winningchance bei 15 % (+ 4% im Vergleich zum letzten Monat).

 

Die Schweiz dürfte einer der Verlierer der Fanevents sein: Es ist zur Zeit zwar nur ein Platz den es bergab geht (und immerhin hält Luca diesen Platz nun seit dem 8. April), seine im Vorfeld stetig steigende Quote endete allerdings abrupt mit dem ersten Liveauftritt bei Eurovision in Concert in Amsterdam. "She got me" verströmt zwar weiterhin gute Laune und Partystimmung, aber zu wackelig wirkte seine Stimme. Die Winningchance liegt derzeit nur noch bei 7% ( - 5 % im Vergleich zum letzten Monat). 

 

Seit dem 1. April spring Italien lustig zwischen dem 4. und 5. Platz hin und her und bestätigt damit eindrucksvoll, dass man "Soldi" wohl auf der Rechnung haben sollte. Seine Winningchance liegt nun bei ebenfalls 7% (+ 1 %) und so langsam kommt Italien, wie auch Schweden dem Schweizer sehr nahe. Auch Schweden liegt nun bei 7 % (+ 2%) und etabliert sich vor den Proben klar unter den ersten 5.


Interessantes unter den besten 20

Dahinter wenig Veränderung - Island festigt sich auf dem 6. Platz (5 % Winningchance), Zypern klebt auf der 7 (4 %), während Malta und Griechenland um den 8. Platz kämpfen (je 3 % Winningchance). Die besten 10 schließt weiterhin Norwegen ab, während Bilal aus Frankreich 2 Plätze aufsteigt und Norwegen nun sehr nahe kommt (je 2 %). Liegt es an dem angekündigtem ReVamp seines Beitrages (einen kurzen Schnipsel ließ er ja auf Instagram schon hören und es zeigte sich, dass "Roi" wohl dynamischer sein wird als in der bisher bekannten Version)?

 

Portugal verliert ein bisschen, bleibt aber - von den einen geliebt, von anderen gehasst - in der Nähe der besten Zehn. Neben Portugal hat sich auch Chingiz aus Aserbaidschan meines Wissens auf keinem Fanevent gezeigt, dementsprechend gibt es auch hier kaum Veränderung.

Anders auf Platz 14, hier steht mittlerweile Miki aus Spanien (letzten Monat noch auf Platz 21), der es schaffte fast jedes Fanevent in Wallung zu bringen und für ordentlich Partystimmung sorgte. Slowenien, die sich ebenfalls auf keinem Fanevent waren verlieren 3 Plätze, hier darf man aber ebenfalls sehr gespannt sein, wie sie ihren besonderen Beitrag auf die Bühne bekommen. Einen guten Eindruck hat ebenfalls Kate aus Australien hinterlassen, in den Quoten hat sich dieser allerdings nicht so recht ausgewirkt, hier steht sie weiterhin auf Platz 16. Sie hatte einen der aufsehenerregenden Auftritte in der Vorentscheid-Saison, hat aber bekanntgegeben, dass ihr Staging in Tel Aviv komplett anders sein wird. 

Für viele dürfte ebenfalls überraschend sein, dass sich Nord Mazedonien unter den besten 20 etabliert hat und sich sogar 3 Plätze auf die 17 verbessern konnte. Der Finaleinzug schient zum Greifen nah. Gemischte Gefühle gibt es unterdessen bei Armenien und Belgien, die beide nicht die besten Auftritte auf den Fanevents hatten und ein paar Plätze verlieren. Dazwischen behauptet sich weiterhin auf Platz 19 Tschechien, auch für die sympathischen Jungs scheint ein Finaleinzug möglich.

 

 

Die hinteren Plätze - wer wird das diesjährige "Dark Horse"?

Dänemark verabschiedet sich trotz Auftritten auf verschiedener Fanevents aus den besten 20 und verliert 4 Plätze. Ein erstes Zeichen das der doch sehr klassische Beitrag "Love is forever" overhypt wird? Nach der Information, dass es den großen Stuhl auch in Tel Aviv zu sehen sein wird, gibt es zumindest kein besonderes Interesse mehr für den Auftritt...

 

Von den Fanevents profitieren konnte auf jeden Fall Jonida Maliqi aus Albanien, die sich langsam in Richtung der besten 20 gewetteten weiterbewegt. 

 

Wie steht es mit unserem Beitrag aus Deutschland

Erfreulicherweise sammelten unsere S!sters weitere Bühnen-Live-Erfahrungen und versuchten mit ihrer quirligen und lustigen Art Aufmerksamkeit zu bekommen. Irgendwie schien das aber nicht so recht zu funktionieren und so sollten die beiden sich jetzt auf einen guten Auftritt in Tel Aviv konzentrieren. In den Quoten konnte der Platz 23 von Anfang April nicht gehalten werden, derzeit steht ein hinterer Mittelplatz 26 in den Wettquoten. Da stand Michael Schulte im letzten Jahr vor Probenbeginn auch in etwa, so ganz vergleichbar ist das allerdings nicht, da die S!sters im Gegensatz zu Michael nach ihrem Gewinn deutschlicht abfielen, während Michael Schulte direkt nach dem Gewinn der Vorentscheidung in die Top 10 stieg und dort lediglich mit der Zeit langsam abfiel, da andere Länder eine größere Aufmerksamkeit erfuhren. Erst am Tag des Finales schaffte Michael Schulte übrigens den Sprung bis auf Platz 3 in den Wettquoten.


Weitere Auf- und Absteiger:

Serbien macht 4 Plätze gut (Platz 29), Kroatien 3 Plätze (Platz 32), während Rumänien trotz Fanevent 3 Plätze verliert (Platz 33), Österreich 2 Plätze (Platz 34) und selbst Serhat aus San Marino wurde zwar auf den Fanevents sehr gefeiert, ein Sieg traut ihm aber trotzdem kaum jemand zu (Platz 38). 

 

Mögen die Spiele (Proben) beginnen und nochmal alles ordentlich durcheinander werfen.