· 

ISRAEL hat gewählt

Alle 20 Jahre geht die Reise nach ISRAEL!

 

Als erstes außereuropäisches Land debütierte Israel im Jahr 1973 beim Eurovision Song Contest. Das Debüt war dabei ziemlich erfolgreich: das Land belegte mit dem ESC-Klassiker "'Ey sham" vorgetragen von Ilanit den 4. Platz.

Nach weiteren guten bis durchschnittlichen Platzierungen konnte Israel schon 1978 seinen ersten Sieg feiern: Yizhar Cohen & The Alpha-Beta gewannen den Wettbewerb mit dem Titel "A-ba-ni-bi" und holten mit 157 Punkten eine neue Höchstpunktzahl. Heute sehr viel bekannter ist aber der israelische Beitrag von 1979 "Hallelujah" von Gali Atari & Milk and Honey, der den Song Contest ebenfalls gewinnen konnte und anschließend zu einem europaweiten Hit wurde. Nach einem abgeschlagene Platz 2 im Jahre 1982 und einem weiteren knappen Platz 2 1983, normalisierten sich die Platzierungen für Israel, bis das religiöse Land 1996 in der Qualifikationsrunde ausschied.

 

1997 verzichtete man auf die Teilnahme und kehrte 1998 kontrovers zurück: Mit Dana International sorgte eine transsexuelle Person erstmals beim Song Contest für kontroverse und teils heftige Diskussionen und Reaktionen. Auch nachdem sie mit dem Titel "Diva" nach einer spannenden Punktvergabe den Contest schließlich gewinnen konnte, wollten gerade in ihrem Heimatland die Diskussionen nicht verstummen. 

Auch wenn 1999 noch ein 5. Platz erreicht werden konnte, gingen ab diesem Zeitpunkt die guten Platzierungen fortan zurück. 2004, 2007 und zwischen 2011 bis 2014 konnte nicht einmal mehr das Halbfinale erreicht werden. 

Das neue Vorentscheidsformat HaKokhav HaBa L’Eurovizion (Rising Star) sollte aber wieder größere Aufmerksamkeit schaffen und den Weg zurück ins Finale führen. In der Castingshow wird ein Künstler gesucht, anschließend diesem ein Lied auf den Leib geschrieben. Besonders gut funktionierte das 2015 (hier entstand einer der heute großen ESC-Party-Hits "Golden Boy") und 2018, als die ungewöhnliche Sängerin Netta Barzilai mit Loopmaschine und ihrem Song "Toy" erneut den Sieg für Israel holte.    

Musikvideo von "Home"


In diesem Jahr gewann überraschend der Sänger Kobi Marimi die Show, nachdem er eigentlich schon in der 4. Sendung ausgeschieden war.

The Shalva Band, die bis dahin noch im Rennen war, entschied sich gegen eine weitere Teilnehme, nachdem bekannt wurde, dass Sie im Falle eines Sieges beim Song Contest auf einem Sabbath würden proben müssen. Im Finale war Kobi der Sieg dann aber nicht mehr zu nehmen und er gewann sowohl die erste, wie auch die 2. Runde am Ende mit 50 Punkten Vorsprung.

 

Sein Titel "Home" von dem Kobi sich im Vorfeld überschwänglich begeistert zeigte, wurde nun gestern als letzter aller Beiträge veröffentlicht. 

"Home", den Inbar Wizman und Ohad Shragai eigens für den Sänger geschrieben haben, ist eine emotionale, ruhige und musicalartige Ballade, in der Kobi seine stimmliche Qualitäten voll zeigen kann. Er erzählt seine persönliche Geschichte und wie er dafür gekämpft hat singen zu dürfen.

 

"Home" startet im Finale am 18. Mai auf Startplatz 14.

 

 

Wie gefällt Dir "Home"?