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FINNLAND hat gewählt

Nach dem Sieg der Finnen mit Lordi im Jahre 2006, fand sich das oft unterschätzte skandinavische Land sieben mal im Finale beim ESC wieder, nur fünf mal schied man im Halbfinale aus. Meist erreichte man dort aber nur die hinteren Ränge - die einzig rümliche Ausnahme ist die ehemalige Schülerband Softengine, die 2014 immerhin den elften Platz erreichen konnte.

 

Letztes Jahr entschied man sich dazu, keinen langwierigen Vorentscheid mit zehn Beiträgen zu veranstalten, sondern nominierte kurzerhand die ewige zweite, Saara Aalto direkt und erarbeitete drei Songs für sie, die in der Vorentscheidungsshow Uuden Musiikin Kilpailu aufwendig vorgetragen wurden. Am Ende erreichte Saara mit ihrem Fanfavorit "Monster" wieder einen zweiten Platz, allerdings den Zweitletzten - aber immerhin im Finale!

 

FINNLAND bleibt trotz des geringen Erfolges im letzten Jahr, seinem Verfahren treu, zuerst einen Künstler auszusuchen. 

Entschieden wurde sich in diesem Jahr für den DJ Darude, der 1999 mit "Sandstorm" einen Welthit feierte und seitdem immer wieder nicht nur in den finnischen Charts zu finden ist. Zusammen mit dem Sänger Sebastian Rejman (Sänger der Band "The Giant Leap") wurden die drei Lieder "Release me", "Superman" und "Look away" aufgenommen und Woche für Woche veröffentlicht.

Studioversion von "Release me" (Platz 3)

Studioversion von "Superman" (Platz 2)


Liveauftritt von "Look away" (Platz 1)

Studioversion von "Look away" (Platz 1)


Im Finale entschieden sich Jury, wie auch das Televoting für die gleichen Platzeirungen:

"Release me" erhielt 89 Punkte (70 Jury, 19 Televoting), "Superman" 147 Punkte (74 Jury, 73 Televoting) und "Look away" insgesamt 244 Punkte (96 Jury, 148 Televoting).

 

Damit fährt also das sozialkritsche "Look away" nach Tel Aviv und heizt dort den Fans ordentlich ein.

 

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